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Liebe Modellbauer, |
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Schritt für Schritt zur schönen Bogenweiche |
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Wer seine Anlage mit Bogenweichen ausstatten
möchte - und aus Platzmangel werden die meisten "1er" damit konfrontiert
- muss entweder auf recht enge Radien zurückgreifen oder bereit sein, eine Menge
Geld für eine schlankere Vertreterin mit akzeptablen Abzweigwinkeln zu investieren.
Es sei denn, man greift auf die seit geraumer Zeit von HEGOB angebotenen Weichenbausätze
zurück, die ein hervorragendes Preis-Leistungs-verhältnis aufweisen. Am Beispiel
der Innenbogenweiche links, Radius 2400/1700 mm (HEGOB Artikel Nr. 392) soll nachfolgend
der Bau einer Bogenweiche beschrieben werden. Das Prinzip lässt sich sicher auch
auf andere Bausätze oder völlige Eigenbauten anwenden. |
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Alle Bilder lassen sich zum vergrössern anklicken |
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1. |
Zunächst werden alle Bausatzteile
sortiert und auf einer ebenen Fläche ausgelegt. |
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2. |
Die unterschiedlich langen ABS-Schwellen werden entsprechend der Abbildung ausgelegt. Um den Aufbau der Weiche zu erleichtern ist es ratsam, die Schwellen nach deren Lage vom Abzweig beginnend durchzunummerieren. Die Endschwellen mit bereits angespritzten Kleineisen werden entsprechend mit Großbuchstaben bezeichnet |
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3. |
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4. |
Im nächsten Arbeitsschritt werden die Schwellen entsprechend der Größe im Lageplan abgelängt. Die Schwellen sind von unten einseitig und in unterschiedlichen Abständen mit Trennwänden versehen. Nach Maßgabe der Schwellenlänge erfolgt das Abtrennen mit einer Säge entlang der jeweiligen Trennwand. Nach dem Entgraten der Schwellen auf der gegenüberliegenden Stirnseite, werden diese mit wenig Klebstoff (z.B. UHU Hart) auf der Papierschablone fixiert. |
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5. |
Wer die Schwellen noch vorbildlicher aussehen lassen möchte, kann diese an der Oberseite und seitlich mit einem scharfen Bastelmesser oder Skalpell anritzen, um eine Strukturierung wie in gealtertem Holz zu erhalten. Den Vergleich vor und nach dem Anritzen zeigt die nebenstehende Abbildung, die Mühe lohnt sich! |
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6. |
Anschließend werden (die zuvor entgrateten)
Schienenstühle entsprechend ihrer Funktion entlang der Schwellen ausgelegt: |
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Die Anordnung der Schienenstühle auf den einzelnen Schwellen ist in nachfolgender Tabelle aufgeführt. Die doppelseitigen Schienenstühle müssen im Annäherungsbereich der Profile jeweils einseitig um die Schienennägel-Nachbildungen gekürzt (mit "b-k" bezeichnet) bzw. halbiert werden (mit "b-k-k" bezeichnet) |
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7. |
Die Radlenker werden mit einem Seitenschneider
vom Messinggussbaum abgetrennt und die Trennstellen mit einer Schlüsselfeile nachgearbeitet
(Schraubstock mit Styrodurpolsterung!) |
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8. |
Anschließend werden die Schienenstühle mit den Halterungen (e) auf die Radlenker aufgeklipst. Darauf achten, dass diese vollständig eingerastet sind. Die Abbildung zeigt die alte Version. In der aktuell von HEGOB ausgelieferten Version sind die Radlenker wie bei den Hübner-Weichen leicht sichelförmig gebogen, um Waggons mit langem Achsstand problemlos über die Weichen laufen zu lassen. |
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9. |
Nun werden die Schienenstühle in der
richtigen Reihenfolge nach obiger Tabelle auf die Profile aufgefädelt, beginnend
bei Schwelle 33 zum Herzstück hin. Die halbierten Stühle (b-k-k) für
die Schwellen 33 bis 35 werden später direkt auf die Schwellen aufgeklebt. |
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10. |
Die Schienenstühle werden einzeln
aus ihrer endgültigen Position seitlich um maximal eine Schwellenbreite verschoben.
Die Schwellen erhalten jeweils an der Stelle für die endgültige Position
der Schienenstühle links und rechts des Schieneprofils einen (!) Tropfen Sekundenkleber.
Mit Hilfe einer Pinzette wird der Schienenstuhl sofort wieder in seine endgültige
Lage zurück gebracht. |
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11. |
Nach dem Trocknen kann die Papierschablone vorsichtig von den Unterseiten der Schwellen abgetrennt werden, evtl. die Schwellen mit wenig Waschbenzin oder Seifenlösung säubern |
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12. |
Zum Schluss werden die Zungenprofile mit
dem vorgesehenen "Stelleisen" verbunden und zusätzlich mit Messingscheiben
fixiert, die von unten auf die Haltezapfen an den Zungenprofilen aufgelötet werden.
Darauf achten, dass die Stellstange beweglich bleibt und die Zungen mit möglichst
geringem Widerstand in die Innenseiten der Schieneprofile gleiten. |
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Mit ein wenig Muße gelingt der Bausatz
in jedem Fall, Zeit muss man natürlich mitbringen. Ich habe für die erste
Weiche - mit längeren Pausen - ungefähr eine Woche gebraucht, die letzte
habe ich an einem halben Tag zusammen gebaut. Also, keine Bange, wie immer macht auch
hier die Übung den Meister. Und der Mühe Lohn: eine wunderschöne Bogenweiche! |
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